Windpocken

Windpocken sind keine harmlose Kinderkrankheit, Varizella-Zoster-Viren verursachen die Windpocken und anschließend oft Gürtelrose - bei jährlich über 750.000 Kindern und Erwachsenen in Deutschland. Windpocken treten zwar vor allem als Kinderkrankheit auf, aber auch viele Erwachsene infizieren sich mit dem Varizella-Zoster-Virus und bekommen Windpocken.

Windpocken bei Kindern

von Thomas Netsch [Public domain], via Wikimedia Commons die Infektionskrankheit entsteht durch das Varicella-Zoster-Virus, dieses verursacht zwei sehr verschiedene Krankheitsbilder. Bei der Erstinfektion mit Varicellen werden die Windpocken ausgelöst, nach Jahren kann es dann zur zweiten Erkrankung, der Gürtelrose kommen. Bildlizenz

Die Windpocken -
werden beim ersten Kontakt mit Varicella-Zoster-Viren, im Kindesalter von 2 bis 5 Jahren ausgelöst. Da die Varicella-Zoster-Viren nach den überstandenen Windpocken ein Leben lang im Körper verbleiben, kann nach Jahren die zweite Krankheit die Gürtelrose ausbrechen.

Neues zur Windpocken Impfung:Hexenschuss - Rueckenschmerz


Stiftung Warentest rät von Impfung ab.

Februar 2012 - Nach Untersuchungen von Experten im Auftrag der Stiftung Warentest rät diese von einer Impfung gegen Windpocken ab.

Die Stiftung Warentest begründet: Die Impfung gegen Windpocken im Kindesalter hält nicht bis in das Erwachsenenalter an und verursacht einen schwereren Krankheitverlauf bei Erwachsen, die Windpocken-Impfung ist daher für Kinder nicht zu empfehlen.

 

Stiko, Ärzte und Experten empfehlen Impfung

windpocken

Der Berufsverbände der Kinder- und Jugendärzte wertet die Empfehlung der Stiftung Warentest zwar als empfehlenswerte Hilfe, plädiert aber dennoch auf eine Impfung der Kinder. Da in dem Beitrag der Stiftung Warentest ein wichtiger Punkt nicht berücksichtigt wurde. Das ist die Ausbreitung der Windpocken. Die Experten entnehmen aktuellen Studien das zweimal geimpfte Kinder sehr selten oder gar keine Windpocken bekommen. Außerdem um so mehr Kinder geimpft sind um so höher ist der Schutz das sich die Windpocken nicht verbreiten, somit ist in der Impfung auch ein Nutzen für ungeimpfte Menschen zu sehen.


Fakt ist: Wenn weniger Kinder gegen Windpocken geimpft werden, können mehr Erwachsene mit Varicellen in Berührung kommen, bei Erwachsenen verläuft dann die Windpocken Infektion meist viel schwerer.

RotavirusWindpocken - Soforthilfe

Wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind Windpocken festgestellt wurden, haben Sie sich sicherlich eine Menge von Fragen:

  1. Was sind Windpocken?
  2. Wie verläuft die Infektionskrankheit?
  3. Wie kann man Windpocken behandeln?
  4. Wie lange dauert die Krankheit?
  5. Sind Windpocken ansteckend?

Hexenschuss - RueckenschmerzWindpocken sind eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung, Wenn Sie bei Ihrem Kind unerklärliche Bläschen und Pickelchen beobachten, achten Sie darauf wie schnell sich diese verbreiten und befragen Sie ihr Umfeld nach Windpocken. Wenn ein begründeter Verdadcht besteht müssen Sie zum Schutz Ihres Kindes und anderer Kinder Ihren Arzt aufsuchen. Informieren Sie Ihren Arzt das Sie Windpocken vermuten, er wird Sie nicht ins Wartezimmer schicken.

 

Windpocken Erste Symptome

 

  1. Anzeichen bei Windpocken sind häufig Quengligkeit, leichtes Fieber
  2. leichte Kopf- und Gliederschmerzen.
  3. nach 2 Tagen vereinzelte kleine rote Flecken
  4. danach entstehen die typischen kleinen Pickelchen
  5. Bläschen sind mit gelblicher Flüssigkeit gefüllt
  6. sehr starker Juckreiz.

Achten Sie bei Kontakt zu anderen Kindern auf Anzeichen von Windpocken und Krankheitsanzeichen.

weiterlesen: Windpocken Symptome

 


 

Windpocken Themen:

 

Windpocken Therapie und Behandlung:

Die Windpocken Infektion ist meist harmlos verlaufend, die Behandlung von Windpocken wird auf die Linderung der Beschwerden beschränkt. Schaffen Sie für Ihr krankes Kind eine ruhige Atmophäre und geben Sie ihm viel zu trinken. Gerade zu Beginn der Krankheit kann der Juckreiz so hoch sein das Ihr Kind sehr jammrig ist und nicht schläft, dann helfen kühlende Umschläge. Hier finden Sie alle Therapie-Maßnahmen bei Windpocken: Windpocken Behandlung

 

2012 - Bundestag beschließt Meldepflicht für Windpocken

Am 09.02.2012 beschließt der Deutsche Bundestag in Berlin eine offizielle Meldepflicht für Windpocken. Auch andere Infektionskrankheiten wie Keuchhusten, Mumps und Röteln sind in diesem Beschluß verankert. Der Bundestag hat dazu auch die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) neu geregelt, diese beinhalten ein Rechtsinstrument, der WHO-Weltgesundheitsorganisation um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Mit dem Beschluß der Meldepflicht für Windpocken müssen alle Ärzte die Virus-Infektion an übergeordnete Stellen melden.

Redaktion: Warum der Bundestag bei der Meldepflicht für Windpocken die ebenfalls durch Varicella Zoster Viren verursachte Gürtelrose nicht als Meldepflichtig eingestuft hat, obwohl das dortige Ansteckungspotential als ebenso hoch wie bei Windpocken eingestuft wird.


Das Windpocken Virus (Varizellen)

Das Varizellen Virus ist Nanopartikel klein und nur unter dem Elektromikroskop zu erkennen, das Virus kann bis 2 Tage außerhalb des menschlichen Körpers überleben. Kinder und Erwachsen mit Windpocken übertragen das Virus schon 2 Tage vor Ausbruch der Infektion an gesunde Personen. Das Virus wird durch Schmier- und Kontaktinfektion, also durch direkten Körperkontakt oder durch Tröpfcheninfektion, also über Sprechen und Niesen übertragen. Dazu genügen die kleinsten Mengen.

 

Durch die Luft gelangt das Virus kann mit dem Luftzug in alle Regionen und infiziert auch Personen die keinen direkten Kontakt mit Kranken haben. Durch diese Übertragung entstand der Name Windpocken. Eine Übertragung über Gegenstände wie Spielzeug oder Kleidung ist nicht zu befürchten da die Viren in der Aussenwelt, also in der Luft nur etwa 8 Minuten überleben und dann absterben.

 

Windpocken bei Senioren

Windpocken gelten zwar als Kinderkrankheit , es kommt aber nicht selten vor das die Infektionskrankheit bei Erwachsenen auftritt. Dies geschieht dann wenn diese sich noch nicht mit dem Varizellen Virus infiziert hatten. Besonders bei Senioren ist die Infektion mit Windpocken nicht ungefährlich. Wenn Windpocken bei Senioren auftreten kommt es oft zu Komplikationen, dazu zählen Seh- oder Hörstörungen und auch die Post-Zoster-Neuralgie, diese verursacht brennende Schmerzen die für lange Zeit anhalten können. Wenn Windpocken bei Senioren auftreten birgt dies immer auch eine gefahr der Übertragung auf die Familie, speziell auf die Enkelkinder die in Kontakt mit den betroffenen Großeltern kommen.

 

Windpocken - NICHT KRATZEN

WindpockenWer von Windpocken betroffen ist oder ein betroffenes Kind hat, weiß wie unheimlich stark der Juckreiz ist. Da lässt es sich kaum vermeiden das sich Kinder anfangen zu kratzen. Sie müssen aus gesundheitlichen Gründen versuchen das Kratzen zu verhindern oder einzuschränken.


Beim Kratzen können über die Fingernägel neue Bakterien in die aufgekratzten Bläschen kommen und diese entstandenen Wunden infizieren. Dabei kann es zu Entzündungen und bleibende Narben kommen. Sie bekommen von Ihrem behandelnden Arzt wirungsvolle Medikamente die den Juckreiz bei Windpocken lindern.

 

Windpocken - Wann ist mein Kind nicht mehr ansteckend:

Bei Windpocken gilt eine einfache Regel um die Ansteckungsgefahr einzuschätzen. Wenn die Pickelchen und Bläschen eine feste Kruste haben und gleichzeitig keine anderen neuen Blasen dazukommen, kann man davon ausgehen das der Betroffene nicht mehr ansteckend ist.

Beachten Sie die Bläschen nicht aufzukratzen da das innere gelbliche Sekret hochansteckend ist und sich die Wunde mit Bakterien entzünden kann. Windpocken Patienten müssen isoliert - zu Hause bleiben.

 

Windpocken Impfung

 

Windpocken ImpfungDie Impfungen gegen Windpocken sind seit 2004 von der Stiko ( Impfkommision) empfohlen. Die Empfehlung gilt für Kinder im Alter ab 11 Monaten und für noch nicht geimpfte Kinder von 6 bis 17 Jahren. Außerdem bestehen Impfempfehlungen für verschiedene Berufsgruppen, wie medizinisches Personal, Personla in Kindereinrichtungen und Menschen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche. Eine Ansteckung mit Windpocken ist auch nach einer Impfung noch möglich, der Krankheitsverlauf ist aber bei geimpften Personen milder.

 

Wer bekommt Windpocken

Windpocken sind eine der typischen Kinderkrankheiten mit sehr hoher Infektionsgefahr die fast alle Kinder bekommen. Die die große Ansteckungsgefahr der Errger kann man sich vor der Infektion nicht schützen.
- Kinder und Erwachsene
Es kommt aber auch immer wieder vor das Erwachsene diese Krankheit bekommen. Bei Erwachsenen ist der Verlauf der Infektion meist sehr viel schwerer. Wer einmal die Windpocken hatte ist ein Leben lang immun, da sich beim ersten kontakt mit den Viren Antikörper bilden die eine 2 Infektion sehr selten machen.

 

Gürtelrose

Die Gürtelrose wird wie die Windpocken durch das Varicella-Zoster-Virus hervorgerufen und ist ein schmerzhafter Hautausschlag. Meist ensteht die Gürtelrose weil die Herpes-Viren ist, nach einer Infektion und einer Windpockenerkrankung im Körper verblieben sind und wieder aktiviert worden sind. weiterlesen: Gürtelrose.

 

Lesen Sie die Krankengeschichte des kleinen Nico (2Jahre)

Erfahrungsbericht über Windpocken

Hexenschuss - RueckenschmerzIm März 2011, unser Sohn Nico hatte gerade eine Mittelohrentzündung hinter sich und war wieder gesund in die Kinderkrippe gegangen - begann es - nach 2 Tagen fanden wir 3 kleine Pickelchen im Gesicht - Windpocken? - Nein daran dachten wir überhaupt nicht - Unser Kind war schließlich geimpft.
Warum unser Kind trotzdem die Windpocken bekam und wie wir mit der Virus Erankung umgingen - lesen Sie hier den persönlichen Erfahrungsbericht vom kleinen Nico und desen Eltern. Windpocken sind bei Kindern keine große Gefahr - wie Sie Windpocken rechtzeitig erkennen und was Nicos Eltern erlebt haben können Sie hier weiterlesen: Windpocken Erfahrungen



Informationen erstellt 30.11.2010, aktualisiert am 09.03.2012 - Die Beiträge sind allgemeine gesundheitliche Informationen und nicht zur Eigendiagnose geeignet. Bei auffälligen Hautsymptomen und Verdacht auf Windpocken bitte Arzt hinzuziehen.